Gedanken zur Leitung der Gemeinde

Als Christ:innen, die diese Gemeinde leiten, wollen wir von dem reden, was unser Herz erfüllt und unser Leben trägt und prägt: Unserem Glauben.

Aber wie können und wollen wir das tun? Auf der Klausur des Gemeindekirchenrates wurden einige Punkte benannt, wie wir von unserem Glauben reden wollen und welche Konsequenzen wir für unser Leitungshandeln ziehen.

Über den Glauben reden

ch bin Lernende:r

  • In jeder Begegnung mit anderen und in jedem Gespräch über meinen Glauben bin und bleibe ich ein Mensch, der vom anderen lernen kann. Diese Haltung prägt das Gespräch.

Einladend leben

  • Einladungen sind mehr als Worte oder gut gestaltete Plakate. Es ist eine Haltung, die Begegnungen prägen kann. Am Verhalten darf mein Gegenüber etwas von der großen Einladung Gottes ablesen.

Ich muss die Welt nicht allein retten

  • In allem kann ich nur tun, was meine Kräfte, Talent, etc. zulassen. Die Rettung der Menschen und der Welt liegt nicht an mir. Gott hat die Welt schon gerettet. Und: Viele andere Menschen neben mir tun das ihre, um den Glauben ins Gespräch zu bringen.

Aufrichtiges Interesse an den Menschen um des Menschen willen

  • Die Menschen, denen wir begegnen, sind nicht unser Missionsobjekt. Gut ist es, wenn wir den Menschen mit einem absichtslosen Interesse begegnen.

Glauben im Alltag glaubwürdig leben

  • Christlicher Glaube will bezeugt werden - im Alltag durch Tun und Lassen, durch Worte, Gesten, Handlungen. Im besten Fall gibt es eine Übereinstimmung von Glauben und Tun.

Demut

  • Wir Menschen sind nicht das Maß aller Dinge. Es ist Gott, der sein Werk tut und uns ruft. Ihm und seinem Wirken sollten und wollen wir nicht im Weg stehen.

Konsequenz für unser Leitungshandeln

Mut zum Nachfragen

  • Nachfragen sind erwünscht. Sie verhelfen zu mehr Klarheit und bringen alle voran.

Vertrauen in die Kraft der Gemeinschaft

  • Es werden u.U. Beschlüsse gefasst, die nicht der eigenen Überzeugung entsprechen. Ich werde überstimmt oder muss Beschlüsse mittragen, die nicht die meinen sind. Das Vertrauen in die Gemeinschaft hilft, dies auch nach außen zu vertreten.

Willkommenskultur als Prüfstein

  • Wir befragen immer wieder unsere Beschlüsse, ob sie einer Willkommenskultur dienlich sind. Wenn nicht, sollten die Beschlüsse und Vorhaben überprüft und geändert werden.

Bewährtes qualitativ sichern

  • Angebote die es gibt und die Menschen in ihrer Beziehung zu sich selbst, zu anderen und zu Gott stärken, sollten bleiben und gestärkt werden, damit die Qualität bleibt.

Lebensnahe und alltagstaugliche Angebote

  • Neue (und bewährte) Angebote müssen befragt werden, ob sie der Lebensrealität der Zielgruppe entsprechen und ob Inhalte und Rahmenbedingungen alltagstauglich sind.

Begegnung auf Augenhöhe / Respekt und Toleranz

  • Als leitendes Gremium begegnen wir uns gegenseitig auf Augenhöhe. Unser Miteinander ist geprägt von gegenseitigem Respekt und Toleranz. Gleiches gilt auch für die Begegnung mit den Menschen, die uns anvertraut und zu denen wir gesandt sind.

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