Messias Oratorium von Georg Friedrich Händel
Datum, Zeit, Ort
Sa, 31. Okt., 17.00 Uhr, St. Johannis Gera
Mitwirkende
Heinrich-Schütz-Chor Gera
Kirchenchor Weida
Friederike Beykirch | Sopran
Lena Bendzulla | Alt
Oliver Kaden | Tenor
Daniel Blumenschein | Bass
Capella Jenensis auf historischen Instrumenten
Kantor Martin Hesse | Leitung
Eintrittspreise
Vorverkauf im Gemeindebüro, bei Brendels Buchhandlung sowie online unter ztix.de
Nummerierte Platzkarten
für 30, 26, 22, 18 oder 14 € im VVK
für 35, 30, 25, 20, 15 € an der Abendkasse ab 16:15 Uhr
(Wir gewähren bei Anspruch nach unseren AGBs 50% Ermäßigung.)
Hintergrund
Am Reformationstag kommt in St. Johannis Gera das Oratorium "Messiah" von Georg Friedrich Händel zur Aufführung. Wir singen das Werk in deutscher Sprache und einer gestrafften Fassung von gut 2 Stunden Dauer.
Händel komponierte es 1741/42 für eine konzertante Aufführung in Dublin. Es ist im Unterschied zu anderen Werken der Kirchenmusik nicht für den gottesdienstlichen Gebrauch gedacht. Das bedingte, dass Händel keine direkte Rede und Handlung von Jesus vertonen konnte, denn das war im Bereich der Kirche von England im 18. Jahrhundert nicht erlaubt.
Vielmehr beschreibt die zugrundeliegende Textvorlage, das Libretto von Charles Jennens in drei Teilen, wie die biblischen Weissagungen durch den Gesalbten, den "Messias" erfüllt und vollendet werden. Dabei erklingen viele vertraute Texte aus dem Kirchenjahr, von Advent über Weihnachten und Passion bis Ostern. Sie werden kunstvoll zu einem großen Ganzen verschmolzen.
Händel setzte die Texte in viele verschiedene musikalische Formen um. Die Bandbreite umfasst alles vom kurzen Secco-Rezitativ über Klangmalerei der Accompagnato-Rezitative bis hin zu mal sehr besinnlichen, mal sehr virtuosen Solo-Arien. Auch die Chöre beeindrucken vom kurzen kraftvollen Einwurf bis zur ausgedehnten Fuge.
Mittendrin erklingt das bekannte „Halleluja, denn Gott, der Herr, regieret allmächtig“, eines der wohl populärsten Stücke der Musikliteratur. Es steht ebenso für die Erfüllung durch den Messias wie die großartige Schlussvision aus dem Buch der Offenbarung: "Würdig ist das Lamm, das da starb und hat versöhnet uns mit Gott durch sein Blut ... auf immer und ewig ... Amen."
Die Textzusammenstellung ist ein Höhepunkt der reformierten Theologie und die Vertonung durch Händel ein musikalischer Geniestreich.
Nach vielen Jahren ist das Werk mit unserer Aufführung wieder einmal in Gera zu hören.